Die 4 Säulen der modernen Erwachsenen-Kieferorthopädie
1. Invisalign (Aligner): Die Freiheit der Transparenz
Aligner sind herausnehmbare, transparente Kunststoffschienen. Sie sind die erste Wahl für Patienten, die maximale Flexibilität im Alltag suchen.
- Vorteil: Nahezu unsichtbar, keine Einschränkungen beim Essen, perfekte Mundhygiene möglich.
- Wissenschaftlicher Aspekt: Durch den digitalen Workflow sehen Sie Ihr Endergebnis bereits vor dem ersten Tragen in einer 3D-Simulation.
- Ideal für: Leichte bis mittelschwere Korrekturen und Patienten mit hohem ästhetischem Anspruch im Beruf.
2. Lingualtechnik (z.B. Incognito): Das unsichtbare Kraftpaket
Bei der Lingualtechnik wird die feste Zahnspange auf der Innenseite der Zähne angebracht. Sie ist von außen zu 100 % unsichtbar.
- Vorteil: Da die Spange fest sitzt, arbeitet sie 24 Stunden am Tag – ohne dass Sie an das Wechseln von Schienen denken müssen. Sie ist oft präziser bei komplexen Zahnbewegungen als Aligner.
- Wissenschaftlicher Aspekt: Jedes Bracket wird individuell im Goldguss-Verfahren an Ihre Zahninnenseiten angepasst.
- Ideal für: Komplexe Fehlstellungen, bei denen absolute Unsichtbarkeit gefordert ist.
3. Keramik-Brackets: Der diskrete Klassiker
Festsitzende Spangen (Brackets) sind in der Präzision ungeschlagen. In der modernen Praxis verwenden wir hochästhetische Keramik-Brackets, die sich der natürlichen Zahnfarbe anpassen. Dank thermoelastischer Bögen nutzen wir biologisch sanfte Kräfte, die den Druck minimieren und die Behandlungszeit verkürzen. Das ist ideal für empfindliche Patienten.
- Vorteil: Maximale Kontrolle über die Zahnwurzelbewegung. Keramik verfärbt sich nicht und ist deutlich unauffälliger als Metall.
- Wissenschaftlicher Aspekt: Wir nutzen hochelastische, thermoaktive Bögen, die mit sanften, konstanten Kräften arbeiten – das schont das Gewebe und verkürzt die Behandlungszeit.
- Ideal für: Umfassende Korrekturen des Bisses, bei denen Wirtschaftlichkeit und höchste Präzision Hand in Hand gehen sollen.
4. TADs (Mini-Implantate): Der „Turbo“ für komplexe Fälle
Temporary Anchorage Devices (TADs) sind winzige, temporäre Pins, die als Anker im Kiefer dienen. Sie haben die Kieferorthopädie für Erwachsene revolutioniert.
- Vorteil: Sie ermöglichen Zahnbewegungen, die früher als unmöglich galten oder eine Operation erfordert hätten. Wir können einzelne Zähne gezielt bewegen, ohne die anderen Zähne als „Widerlager“ zu belasten.
- Wissenschaftlicher Aspekt: TADs machen uns unabhängig von der Mitarbeit des Patienten (z.B. Tragen von Gummizügen) und ermöglichen eine rein biomechanisch gesteuerte Korrektur.
- Ideal für: Extremen Platzmangel, Lückenschluss oder die Korrektur von tiefen Bissen bei Erwachsenen.
Entscheidungshilfe: Welches System passt zu Ihnen?
Nutzen Sie diese Übersicht als erste Orientierung für unser Beratungsgespräch:
| Kriterium | Invisalign (Aligner) | Lingualtechnik | Keramik-Brackets |
| Sichtbarkeit | Nahezu unsichtbar | 100 % unsichtbar | Diskret (Zahnfarben) |
| Tragekomfort | Sehr hoch (herausnehmbar) | Eingewöhnung nötig (Zunge) | Gut (festsitzend) |
| Präzision | Sehr hoch (digital geplant) | Maximal (individuelle Basis) | Maximal (manuelle Kontrolle) |
| Disziplin | Erforderlich (22h Tragezeit) | Nicht nötig (festsitzend) | Nicht nötig (festsitzend) |
| Komplexität | Leicht bis Mittel | Alle Schwierigkeitsgrade | Alle Schwierigkeitsgrade |
Warum Dr. Horvath? „Scientific Precision“ trifft digitale Planung
Egal für welches System Sie sich entscheiden: Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der digitalen Diagnostik.
In unserer Praxis in Jestetten ersetzen wir den klassischen, unangenehmen Abdruck durch einen hochpräzisen 3D-Intraoralscan. Auf Basis dieser Daten erstellen wir einen virtuellen Behandlungsplan, der nicht nur die Zahnkronen, sondern auch die Wurzelpositionen und die Funktion Ihrer Kiefergelenke berücksichtigt.
Durch die digitale Fernüberwachung und präzise Vorab-Planung reduzieren wir die Vor-Ort-Termine in Jestetten auf ein Minimum. Das macht die Behandlung auch bei einem vollen Terminkalender problemlos machbar.
Besonders für unsere Patienten aus der Schweiz bietet dieser voll-digitale Workflow eine enorme Zeitersparnis und die Sicherheit einer Planung nach höchsten deutschen und internationalen Qualitätsstandards.
FAQ: Das fragen uns Patienten am häufigsten
„Bin ich mit über 40 oder 50 schon zu alt?“
Definitiv nein. Solange Ihr Zahnhalteapparat gesund ist, können Zähne in jedem Alter bewegt werden. Wir behandeln regelmäßig Patienten, die sich diesen Wunsch erst spät erfüllen.
„Ich hatte als Jugendlicher bereits eine Zahnspange. Warum sind meine Zähne jetzt wieder schief?“
Zähne sind ein Leben lang in Bewegung. Diesen Prozess nennen wir in der Zahnmedizin „physiologische Zahnwanderung“. Viele unserer Patienten kommen zu uns, weil sich das Ergebnis ihrer damaligen Behandlung über die Jahrzehnte langsam wieder verändert hat. Das passiert oft, weil nach der aktiven Phase keine dauerhafte Sicherung (Retention) erfolgte. Ohne stabilisierende Maßnahmen neigen Zähne dazu, in ihre ursprüngliche Fehlstellung zurückzuwandern.
„Ist die Behandlung schmerzhaft?“
Die Umstellung auf eine neue Schiene kann in den ersten Stunden einen leichten Druck erzeugen. Dies ist jedoch ein Zeichen dafür, dass die sanfte Bewegung funktioniert und wird meist nicht als Schmerz empfunden.
Modernen Kieferorthopädie statt „Standard-Lösung“
Eine Zahnkorrektur im Erwachsenenalter ist Millimeterarbeit. Ob die Flexibilität von Alignern oder die unschlagbare Biomechanik von festsitzenden High-End-Systemen: Wir wählen nicht einfach ein System, sondern entwickeln das technologische Konzept, das Sie sicher und effizient zu Ihrem perfekten Biss führt.
Lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, welcher Weg für Ihr dauerhaft gesundes Lächeln der richtige ist. Jetzt einen 3D-Scan buchen und Ihr zukünftiges Lächeln in der Simulation sehen.